Das Ultimativste überhaupt und überhaupst

Es ist geschafft. Das war nun wirklich das Nonplusultra an Durchhaltevermögen. DIE mentale Meisterleistung. Fast 2 Jahre lang Dauerbelastung. Es ist vollendet. Bin richtig stolz darauf.

 

Wer konnte glauben, dass es über Race Across America, Marathon des Sables und Ironman noch etwas Größeres geben könnte. Undenkbar. Aber bekanntlich ist ja erst dort die Grenze, wo die Vorstellungskraft endet. Es gibt etwas Ultimativeres, zumindest an mentaler Belastung.

 

Wer Ster- und Grissemann aus dem Fernsehen kennt, der wird nicht ahnen, welch schier unmenschliche Herausforderung es darstellt die 2 in Schriftform zu „genießen“. 698 Seiten diverse Geschichten in „Speichelfäden in der Buttermilch“ trieben mich nahe an den Wahnsinn. Beinahe zwei Jahre lang, täglich maximal eine halbe Seite, mehr hält der härteste Hund nicht aus. Lese-Homöopathie. Einzig sinnvolles Motto: „…und lese ich, so komme ich weiter….“

Etwas Spaß, doch meist purer Nonsens, getarnt als Dadaismus, Nihilismus, oder was die Literaturwissenschaft sonst als Kategorie dafür bereithält. Was weiß ich.

Manchmal fühlt man sich wie bei Charles Bukowski. Doch merke: nur beim Ersten gilt so was als Kunst.

 

Einem doch entlockten Schmunzeln folgen endlos scheinende Tiefphasen dunkelster Finsternis. Wenn du kurz glaubst, es wird leichter, oder du hast dich daran gewöhnt, rumms, trifft dich der literarische Blödsinn unvermutet umso härter.

Wie ein 24 Stundenrennen mit nur einer halben Stunde Tageslicht, und dem Rest schwarze Nacht. Wie 10 km Windstille, und dann 1.000 km Gegenwind. Wie kurze Abfahrten mit 100 m, und lauter lange Anstiege mit 10 km. Wie 7 Sonnenstrahlen, und dann wieder 7 Tage Regenwetter.

Nur zum Schluss hinaus waren die Autoren etwas milder gestimmt. Man möchte fast glauben, dadurch sollte sich ein „nie wieder“ vergessen lassen, und man wäre versucht sich den Irrsinn noch einmal anzutun.

 

Ich bin mir sicher, es gibt wenige die die 698 Seiten geschafft haben, wenn es überhaupt sonst noch wen gibt, der das in der Gesamtheit überlebt hat. Vielleicht ist es ja wirklich wie bei Monty Python. Niemand durfte den Witz den die Briten gegen Nazi-Deutschland als Waffe einsetzen wollten als Ganzes sehen. Er würde sich sofort totlachen. Deshalb wurde der Witz unter mehreren Übersetzern aufgeteilt.

Sicher wurde „Speichelfäden in der Buttermilch“ auch von verschiedenen Lektoren bearbeitet. Jeder hat wohl nur 50 Seiten gepackt, knapp am Wahnsinn.

 

Glaubt mir, wer das geschafft hat, den haut nix mehr um im Leben. Als Vorbereitung für extreme Herausforderungen ist dieses Buch Pflichtlektüre!

Komme was wolle, ich bin bereit. Auch wenn heute Faschingsbeginn ist….

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